Waffenlauf Frauenfeld

Frauenfelder 2

Ein Erlebnis der speziellen Art, ist der Start beim Frauenfelder Waffenlauf. Einige Sekunden lang ist es still….ein Blick um mich herum zeigt, dass sich fast alle anderen Starter auch die Ohren zuhalten.

BUUUUMMM….der Knall der Kanone ist irrsinnig laut…los geht’s!

Wir laufen los, langsam…es geht ja noch 42km weiter..also nichts überstürzen. Schon kurz nach dem Start geht es leicht bergauf, der erste Hügel wird noch mit Bravour genommen…es folgen noch etliche mehr bis wir endlich in Wil ankommen, bei der Halbmarathonmarke. Hier starten rund 2 1/2 Stunden nach unserem Start in Frauenfeld die Halbmarathon-Läufer. Wer das Glück hat und Wil vor den zweieinhalb Stunden erreicht, kann sich auf eine Welle von Läufer freuen welche dich überholen. Spannend und zum Teil auch sehr unterhaltsam, vor allem wenn man einige der Läufer kennt. So kam es dann auch, links und rechts schossen die schnellen Halbmarathonis an mir vorbei…vergessen waren da die etwas müden Beine von den ersten 21km..viel gab es zu sehen, zu winken und „guten Lauf“ zu wünschen. Erst ab km 30 kehrte auf der Strecke wieder etwas Ruhe ein, Zeit also, für einen kurzen Rundumcheck…Füsse: Geht so…Beine…ok…Kopf…jawoll! Also alles in Ordnung, solange der Kopf will..komme ich ans Ziel. Und da steht auch schon mein Vater am Strassenrand mit Tee und Cola. Dieser hat mich nämlich überrascht am Start. Er ist den langen Weg bis nach Frauenfeld gekommen, hat das Bike auf’s Autodach gepackt und betreut mich nun unterwegs. Schon von weitem höre ich die Glocke die er mit sich trägt und sehe ihn in den blauen Velokleidern am Strassenrand stehen. Das gibt so was von Motivation! Einen Schluck Cola und aufmunterndes Lächeln von Vater und weiter geht’s…es sind nur noch einige Kilometer bis ins Ziel. Neben mir läuft ein Halbmarathoni der gar nicht mehr frisch aussieht…ich schliesse mich ihm an. Wir kommen ins Gespräch, er will seinen Kollegen beweisen, dass so ein Halbmarathon reine Kopfsache ist…und hat sich deshalb angemeldet…ich muss lachen…ja klar… 🙂 Marathon ja auch…also laufen wir zusammen und treiben uns an. Das Ziel ist schon greifbar, noch etwa 2 Kilometer, vor mir läuft Rena, sie macht ihren zweiten Marathon, so wie ich. Allerdings ihren ersten Waffenlauf…Hut ab…und dann gleich den Frauenfelder zu laufen! Plötzlich bleibt sie stehen, sie hat einen Krampf. Wir sind doch fast im Ziel…nur nicht aufgeben Rena, schnell hinsetzen, Bein hoch und drücken…Krampf wieder weg, weiter geht’s. Mein Vater ist schon im Ziel und wartet..ich mobilisiere meine letzten Kräfte, die Beine schmerzen nun doch, mein „fastnichtvorhandenes“ Marathon-Training macht sich nun bemerkbar..die letzten paar hundert Meter geht es bergab…Zähne zusammenbeissen…das Ziel ist nun zu sehen…und mein Vater steht hinter der Ziellinie mit Chantal zusammen die den Halbmarathon in Rekordzeit schon hinter sich gebracht hat…uuuuund geschafft! 4:54 ! Ich habe mein Ziel erreicht den Lauf unter 5 Stunden zu absolvieren.

Ich falle meine Vater in die Arme…seine Unterstützung ist einfach wahnsinnig!

Frauenfelder 1

Und eines ist ganz klar….ein Lauf wie der Frauenfelder ist definitiv ein unglaubliches Erlebnis und im nächsten Jahr auf jeden Fall in der Laufplanung 🙂

 

 

 

 

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